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Übersetzungsvergleich

Im Folgenden findet ihr einen kleinen Vergleich der englischen Fassung und der alten und neuen deutschen Übersetzung des Herrn der Ringe. Während ich die englische Fassung vor allem der netten Sprache wegen als "appetizer" wiedergebe - denn der Herr der Ringe ist in Tolkiens Muttersprache nun einmal am besten und authentischsten - sind die Textstellen der alten (Margaret Carroux) und neuen Übersetzung (Wolfgang Krege) als direkte Gegenüberstellung gedacht.

Falls du den Herrn der Ringe bisher nur als Film nennst, kannst du hier in die geschriebene Version hineinschnuppern. Vielen Dank an Nina, die mir netterweise die Auszüge der Textstellen der neuen deutschen Fassung getippt hat.

Zu der Übersetzung von Wolfgang Krege ("neue Übersetzung") - ich halte Wolfgang Krege ((den leider im April 2005 verstorben ist) an und für sich für einen sehr fähigen und stilsicheren Übersetzer (zum Beispiel hat er das Silmarillion ausgezeichnet übersetzt), und finde ich es stellenweise so schade, was er mit dem 'Herr der Ringe' gemacht hat. Es stellt sich die Frage nach dem Warum - hat Klett-Cotta ihn angewiesen, eine neuere, "hippere" Version zu machen?

Auch Margaret Carroux hat sich zweifellos einige Fehler gegenüebr der Originalversion geleistet, aber sie benutzte im Gegensatz zu Krege keine Wörter wie "Chef", "Penner" (!!!), lässt Galadriel nicht "leise kichern", macht aus der weißen Hand der Uruk-Hai kein "schmieriges weißes Logo" - ... es ist stellenweise wirklich lächerlich und einfach nur schlecht, wie Krege versucht hat, moderne Kiddie-Sprache in ein so tolles und anspruchsvolles Buch einzubauen *kopfschüttel*.

Aus diesem Grund würde ich persönlich die Krege-Ausgabe auch nie lesen; sobald Sam das erste Mal "Chef" zu Frodo sagt, würde ich das Buch wohl aus dem Fenster schmeißen ;). Natürlich ist das Geschmackssache, und jeder soll lesen was er mag :). Professionelle Übersetzer haben mir auch versichert, dass Krege manche schwierige Stellen sehr elegant und gut umgesetzt hat.

Die Deutsche Tolkiengesellschaft hat sich näher mit beiden Übersetzungen befasst und kam zu dem Schluss: "Krege hat interessante Ansätze und ist stellenweise besser als Carroux. Allerdings sind seine Modernisierungen so entstellend und viele inhaltliche Fehler so katastrophal, daß man das nicht hinnehmen kann."

Hier jedenfalls einige Textstellen im Vergleich, bei denen es mir echt den Magen umdreht:

Tolkien: "Like as not" said the Lady with a gentle laugh.
Krege: "Na klar" sagte die hohe Frau leise kichernd.

Die Lady ist natürlich Galadriel... könnt ihr euch vorstellen, dass sie "Na klar" sagt?

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Krege: "Wo bleibt denn dein schöner Nazgûl? Haben sie ihm mal wieder das Reittier unterm Hintern weggeschossen?"

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Tolkien: "They fool about with boats on that big river"
Carroux: "Auf diesem großen Fluß treiben sie sich mit Booten herum"
Krege: "Auf so einem breiten Fluß, da machen die mit Booten drauf rum."

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Tolkien: 'Give me leave, lord,' said Beleg.
Krege: 'Gib mir Urlaub, Herr', sagte Beleg. (nett irgendwie, oder? ;))

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Tolkien: "I hope Strider or someone will come and claim us."
Carroux: "Ich hoffe, Streicher oder sonst wer wird kommen und uns abholen."
Krege: "Hoffentlich kommt Streicher und holt mich im Fundbüro (!!!) ab.".

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Hier nun wie angekündigt die Textstellen im Vergleich:


Textstelle: "A long expected Party"/ "Ein langerwartetes Fest"

Textstelle: "The bridge of Khazad-Dûm" / "Die Brücke nach Khazad-Dûm"

Textstelle: "The Departure of Boromir" / "Boromirs Tod"

Textstelle: "The Siege of Gondor" /"Die Belagerung von Gondor"

Orte & Namen im Original.... und was in deutsch daraus wurde....

Links zum Thema Übersetzung des HdR

Englische Fassung: Alte Übersetzung von Margaret Carroux:
Neue Übersetzung von Wolfgang Krege:
die englische Version
Alte Übersetzung
neue Übersetzung

-- Textstelle: Buch 1,Kapitel 1, "A long expected Party"/ "Ein langerwartetes Fest"--

When Mr. Bilbo Baggins of Bag End announced that he would shortly be celebrating his eleventy-first birthday with a party of special magnificence, there was much talk and excitement in Hobbiton.

Bilbo was very rich and very peculiar, and had been the wonder of the Shire for sixty years, ever since his remarkable disappearance and unexpected return. The riches he had brought back from his travels had now become a local legend, and it was popularly believed, whatever the old folk might say, that the Hill at Bag End was full of tunnels stuffed with treasure.

 And if that was not enough for fame, there was also his prolonged vigour to marvel at. Time wore on, but it seemd to have little effect on Mr. Baggins. At ninety he was much the same as fifty. At ninety-nine they began to call him well-preserved; but unchanged would have been nearer the mark.

  There were some that shook their heads and thought this was too much of a good thing; it seemed unfair that anyone should possess (apparently) perpetual youth and (reputedly) inexhaustible wealth. 'It will have to be paid for,' they said. 'It isn't natural, and trouble will come of it!'

Als Herr Bilbo Beutlin von Beutelsend ankündigte, daß er demnächst zur Feier seines einundelfzigsten Geburtstages ein besonders prächtiges Fest geben wolle, war des Geredes und der Aufregung in Hobbingen kein Ende.

Bilbo war sehr reich und sehr absonderlich und seit er vor 60 Jahren plötzlich verschwunden und unerwartet zurückgekehrt war, hatte man im Auenland nicht aufgehört, sich über ihn zu verwundern. Die Reichtümer, die er von seinen Fahrten mitgebracht hatte, waren mittlerweile zu einer Legende im Auenland geworden, und allgemein glaubt man, was immer die alten Leute auch reden mochten, daß der Bühl von Beutelsend voller Stollen sei, in denen sich die Schätze häuften.

Und wenn das noch nicht für seinen Ruf genügte, dann staunte man über die ungebrochene Lebenskraft. Die Zeit blieb nicht stehen, aber auf Herrn Beutlin schien sie wenig Wirkung auszuüben. Mit 90 war er nicht anders als mit 50. Als er 99 war, sagten die Leute, er sähe noch gut aus; aber unverändert wäre zutreffender gewesen.

Manche schüttelten den Kopf und meinten, das sei zuviel des Guten; es sei einfach unbillig, daß jemand (anscheinend) ewige Jugend und obendrein noch (angeblich) unerschöpfliche Reichtümer besitzen sollte. "Dafür wird er bezahlen müssen", sagten sie. "Es ist nicht natürlich und wird ein schlechtes Ende nehmen!"

Als Herr Bilbo Beutlin von Beutelsend ankündigte, dass er seinen bevorstehenden einundelfzigsten Geburtstag mit einem rauschenden Fest zu feiern gedenke, begann in Hobbingen ein erregtes Getuschel.

Bilbo war sehr reich und sehr eigensinnig, und seit seinem auffälligen Verschwinden und seiner unerwarteten Rückkehr vor sechzig Jahren hatte man im Auenland nicht aufgehört, sich über ihn zu wundern. Um die Reichtümer, die er von seinen Reisen mitgebracht hatte, war längst eine Ortslegende entstanden: Was auch die älteren Leute dazu sagen mochten, die Jüngeren glaubten zu wissen, dass der Bühl von Beutelsend voller Stollen war, in denen Schätze gespeichert lagen.

Und als ob der Gerüchte noch nicht genug wären, gab auch seine gar nicht altersgemäße Jugendfrische einigen Grund zur Verwunderung. Die Jahre vergingen, aber Herrn Beutlin schienen sie nichts anhaben zu können. Als er neunundneunzig war, fing man an, davon zu reden, dass er sich "gut gehalten" habe; doch wäre die Feststellung, dass er sich überhaupt nicht verändert hatte, der Wahrheit näher gekommen.

Manche meinten kopfschüttelnd, dies alles sei wohl ein bisschen zuviel des Guten; irgendwie war es ungerecht, dass jemand, der sich schon einer (dem Augenschein nach) ewigen Jugend erfreute, auch noch ein (dem Vernehmen nach) unerschöpfliches Vermögen besaß.
"Irgendwann wird er dafür bezahlen müssen", sagten sie. "Das ist nicht natürlich und wird noch übel ausgehen!"

-- Textstelle: Buch 2, Kapitel 5, "The bridge of Khazad-Dûm" / "Die Brücke nach Khazad-Dûm"--

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Legolas turned and set an arrow to the string, though it was a long shot for his small bow. He drew, but his hand fell, and the arrow slipped to the ground. He gave a cry of dismay and fear. Two great trolls appeared; they bore great slabs of stone, and flung them down to serve as gangways over the fire.

But it was not the trolls that had filled the Elf with terror. The ranks of the orcs had opened, and they crowded away, as if they themselves were afraid. Something was coming up behind them. What it was could not be seen: it was like a great shadow, in the middle of which was a dark form, of man-shape maybe, yet greater; and a power and terror seemed to be in it and to go before it.

It came to the edge of the fire and the light faded as if a cloud had bent over it. Then with a rush it leaped across the fissure. The flames roared up to greet it, and wreathed about it; and a black smoke swirled in the air. Its streaming mane kindled, and blazed behind it. In its right hand was a blade like a stabbing tongue of fire; and in its left it held a whip of many thongs.

"Ai! Ai!" wailed Legolas. "A Balrog! A Balrog is come!"
Gimli stared with wide eyes. "Durin's Bane!" he cried, and letting his axe fall he covered his face.
"A Balrog", muttered Gandalf. "Now I understand." He faltered and heavily leaned on his staff. "What an evil fortune! And I am already weary."

Legolas drehte sich um und legte einen Pfeil an die Sehne, obwohl es ein weiter Schuss war für seinen kleinen Bogen. Er zog ab, aber seine Hand fiel herunter, und der Pfeil glitt zu Boden. Er stieß einen Schreckensschrei aus. Zwei große Trolle erschienen; sie trugen große Steinplatten und schleuderten sie als Laufbretter über das Feuer.

Aber es waren nicht die Trolle, die den Elben mit Entsetzen erfüllt hatten. Die Reihen der Orks hatten sich geöffnet, und sie wichen zurück, als ob sie selbst Angst hätten. Irgendetwas kam hinter ihnen heran. Was es war, konnte man nicht sehen: es war wie ein großer Schatten, in dessen Mitte sich ein dunkler Umriss abzeichnete, von Menschengestalt vielleicht, doch größer; und Macht und Schrecken schien in ihm zu sein und ihm voranzugehen.

Es kam an den Rand des Feuers, und dessen Schein verblasste, als ob sich eine Wolke darüber lege. Dann sprang es über den Spalt. Die Flammen loderten auf, um es zu grüßen, und schlängelten sich darum; und ein schwarzer Rauch wirbelte durch die Luft. Seine flatternde Mähne fing Feuer und brannte hinter ihm lichterloh. In seiner rechten Hand war eine Klinge wie eine Zunge aus zustoßendem Feuer; in der Linken hielt es eine Peitsche mit vielen Riemen.

"Wehe! Wehe!" jammerte Legolas. "Ein Balrog! Ein Balrog ist gekommen!"
Gimli starrte mit aufgerissenen Augen. "Durins Fluch!" rief er, ließ seine Axt fallen und bedeckte sein Gesicht.
"Ein Balrog," murmelte Gandalf. "Jetzt verstehe ich." Er schwankte und stützte sich schwer auf seinen Stab. "Was für ein Unglück! Und ich bin schon müde."

Legolas drehte sich um und legte einen Pfeil auf die Sehne, obwohl die Schussentfernung für seinen kleinen Bogen ziemlich groß war. Er spannte, aber dann ließ er die Hand sinken, und der Pfeil fiel zu Boden. Er schrie auf vor Entsetzen. Zwei riesige Trolle erschienen auf der Bildfläche; sie schleppten große Steinplatten heran und warfen sie als Laufplanken über das Feuer.

Aber was den Elben aus der Fassung brachte, waren nicht die Trolle. In den Reihen der Orks hatte sich eine Gasse geöffnet, und sie strömten beiseite, als ob sie selber Angst hätten. Irgendwas kam hinter ihnen heran. Was oder wer es war, konnte man nicht sehen: etwas wie ein großer Schatten, in dessen Mitte sich ein dunkler Körper abzeichnete, entfernt menschenähnlich, aber größer; Macht und Schrecken schienen in ihm zu toben und vor ihm herzugehen.


Es kam an den Rand des Feuers, und der Lichtschein verdunkelte sich, als hätte eine Wolke ihn bedeckt. Mit einem Satz sprang es über den Spalthinweg. Die Flammen loderten auf, um es zu begrüßen und zu bekränzen, und schwarzer Rauch strudelte in die Luft. Seine flatternde Mähne fing Feuer und wehte lodern hinter ihm drein. In der rechten Hand hielt es eine Klinge, die wie eine Stichflamme aussah, in der linken eine Peitsche mit vielen Riemen.

"Ai! ai!" jammerte Legolas. "Ein Balrog! Es kommt ein Balrog!"
Gimli hatte die Augen weit aufgerissen. "Durins Fluch!" rief er, ließ seien Axt fallen und verhüllte sein Gesicht.
"Ein Balrog!" murmelte Gandalf. "Jetzt versteh´ ich." Er wankte und stützte sich schwer auf seinen Stab. "Was für ein Unglück! Und ich bin doch schon müde."

-- Textstelle: Buch 3, Kapitel 1: "The Departure of Boromir" / "Boromirs Tod" --

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A mile, maybe, from Parth Galen in a little glade not far from the lake he found Boromir. He was sitting with his back to a great tree, as if he was resting. But Aragorn saw that he was pierced with many black-feathered arrows; his sword was still in his hands, but it was broken near the hilt; his horn cloven in two was at his side. Many orcs lay slain, piled all about him and at his feet.

Aragorn knelt beside him. Boromir opened his eyes and strove to speak. At last slow words came. 'I tried to take the ring from Frodo,' he said, 'I am sorry I have paid.'

His glance strayed to his fallen enemies; twenty at least lay there. 'They have gone: the Halflings: the Orcs have taken them. I think they are not dead. Orcs bound them.' He paused and his eyes closed wearily. After a moment he spoke again.'Farewell, Aragorn! Go to Minas Tirith and save people! I have failed.'

'No!' said Aragorn, taking his hand and kissing his  brow.
'You have conquered. Few have gained such a victory. Be at peace! Minas Tirith shall not fall!'
Boromir smiled.

Eine Meile vielleicht von Parth Galen, auf einer kleinen Lichtung nicht weit vom See, fand er Boromir. Er saß mit dem Rücken an einem großen Baum, als ob er ruhe. Aber Aragorn sah, dass er von vielen schwarzgefiederten Pfeilen durchbohrt war; sein Schwert hielt er noch in der Hand, doch es war dicht am Heft abgebrochen; sein in zwei Teile geborstenes Horn lag neben ihm. Viele erschlagene Orks lagen um ihn herum und zu seinen Füßen.

Aragorn kniete neben ihm nieder. Boromir öffnete die Augen und mühte sich zu sprechen. Schließlich kamen zögernde Worte. "Ich habe versucht, Frodo den Ring wegzunehmen", sagte er. "Es tut mir leid. Ich habe dafür bezahlt."

Sein Blick wanderte über die gefallenen Feinde, zumindest zwanzig lagen dort. "Sie sind fort, die Halblinge; die Orks haben sie mitgenommen. Ich glaube, sie sind nicht tot. Orks haben sie gefesselt." Er hielt inne und schloss ermattet die Augen. Nach einem Augenblick sprach er noch einmal. "Leb wohl, Aragorn! Geh nach Minas Tirith und rette mein Volk! Ich habe versagt."

"Nein!" sagte Aragorn, nahm seine Hand und küsste ihn auf die Stirn. "Du hast gesiegt. Wenige haben solchen Sieg errungen.. Sei beruhigt! Minas Tirith soll nicht fallen!"
Boromir lächelte.

Auf einer kleinen Lichtung unweit des Seeufers, etwa eine Meile von Parth Galen, fand er Boromir. Er saß mit dem Rücken an einen dicken Baum gelehnt, als ob er ruhte. Aber dann sah Aragorn die schwarz gefiederten Pfeile, die in ihm steckten. Sein Schwert hielt er noch in der Hand, aber es war dicht unterm Heft abgebrochen; sein Horn lag neben ihm, in zwei Teile gespalten. Erschlagene Orks lagen zuhauf ringsum und vor seinen Füßen.

Aragorn kniete neben ihm nieder. Boromir schlug die Augen auf und versuchte zu sprechen. Endlich brachte er einige Worte stockend heraus. "Habe versucht, Frodo den Ring abzunehmen", sagte er. "Tut mir Leid. Habe dafür bezahlt."

Sein Blick schweifte über die Orkleichen; es waren mindestens zwanzig. "Sie sind fort - die Halblinge - die Orks haben sie mitgenommen. Ich glaube, sie sind nicht tot. Orks haben sie gefesselt." Er schwieg und schloss müde die Augen. Aber einen Moment später sprach er noch einmal."Lebe wohl, Aragorn! Geh nach Minas Tirith und rette mein Volk! Ich habe versagt."

"Nein!", sagte Aragorn, nahm seine Hand und küsste ihn auf die Stirn. "Gesiegt hast Du. Einen solchen Sieg haben nur wenige je errungen. Sei unbesorgt, Minas Tirith soll nicht fallen!"
Boromir lächelte.

-- Textstelle: Buch 5, Kapitel 4: "The Siege of Gondor" / "Die Belagerung von Gondor" --

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'You cannot enter here,' said Gandalf, and the huge shadow halted. 'Go back to the abyss prepared for you! Go back! Fall into the nothingness that awaits you and your master! Go!'

The Black Rider flung back his hood, and behold! he had a kingly crown; and yet upon no head visible was it set. The red fires shone between it and the mantled shoulders vast and dark. From a mouth unseen there came a deadly laughter.
'Old fool!' he said. 'Old fool! This is my hour. Do you not know Death when you see it? Die now and curse in vain!'
And with that he lifted high his sword and flames ran down the blade.
"Du kannst hier nicht hereinkommen", sagte Gandalf, und der riesige Schatten hielt an. "Geh zurück zu dem Abgrund, der für dich bereitet ist! Geh zurück! Stürze in das Nichts, das deinen Herrn und dich erwartet! Geh!"
Der Schwarze Reiter warf seine Kapuze zurück und siehe! er trug eine Königskrone; und doch saß sie auf keinem sichtbaren Kopf. Der rote Feuerschein leuchtete zwischen ihr und den vom Mantel bedeckten breiten, schwarzen Schultern hindurch. Ein unsichtbarer Mund stieß ein grässliches Gelächter aus.
"Alter Narr!" sagte er. "Alter Narr! Das ist meine Stunde. Kennst du den Tod nicht, wenn du ihn siehst? Stirb jetzt und fluche vergebens!"
Und damit hob er sein Schwert hoch, und Flammen liefen an der Klinge entlang.
"Du kannst hier nicht herein", sagte Gandalf, und der riesige Schatten hielt. "Zurück mit Dir in den Abgrund, wo dein Platz ist! Zurück! Stürze ins Nichts, das dich und deinen Gebieter erwartet! Fort!"
Der schwarze Reiter warf die Kapuze zurück, und man sah, er trug eine Königskrone, doch er trug sie auf keinem sichtbaren Kopf. Der rote Feuerschein fiel zwischen ihr und den dunklen, breiten Mantelschultern hindurch. Aus unsichtbarem Mund kam ein giftiges Gelächter.
"Alter Narr!" rief er. "Alter Narr! Dies ist meine Stunde. Erkennst Du den Tod nicht, wenn er dir begegnet? Stirb und fluche vergebens!" Damit hob er sein Schwert, und Flammen züngelten die Klinge entlang.

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Die englischen Textstellen sind zitiert aus: The Lord of the Rings; erschienen bei Harper Collins 1995.
Die Textstellen der alten deutschen Übersetzung stammen aus "Der Herr der Ringe", erschienen als neu aufgelegte, dreibändige Ausgabe bei Klett-Cotta, 2002.

Die Texstellen der neuen deutschen Übersetzung stammen aus "Der Herr der Ringe", erschienen bei Klett-Cotta.