Gondor war das südliche Königreich der Dúnedain (wie z.B. Aragorn einer war), gegründet im Zweiten Zeitalter von Isildur (Aragorns Vorfahre) und Anárion.
Im Herrn der Ringe spielt Gondor mit seinen großen Städten Osgiliath, Minas Anor (später Minas Tirith) und Minas Ithil eine recht große Rolle, und dort spielt sich ein großer Teil des Kampfgeschehens der Ringkriege ab. Trotzdem ist das Land Gondor genau genommen nicht besonders mächtig, denn seine Einwohner, die Dúnedain, waren von jeher stolze Leute, die sich weigerten, Nachkommen mit Angehörigen anderer Stämme zu zeugen. Aufgrund ihrer recht geringen Nachkommenzahl waren die Dúnedain deshalb ein aussterbendes Volk.
Unter der Herrschaft von Denethor,
dem letzten regierenden Truchsessen, konnte sich Gondor in der Endphase
der Ringkriege nur sehr mühsam gegen Saurons
Heer verteidigen und sah Minas Tirith schon so gut wie verloren - mit
einem nahezu lächerlich kleinen Heer von nicht einmal 3000 Soldaten
hatten sie kaum eine Chance.
Wären nicht Gandalf,
Aragorn und die Rohirrim (die Reiter aus Rohan)
in letzter Sekunde zu Hilfe geeilt, wäre Gondor wohl verloren gewesen.
Nach dem Ausgang der Ringkriege vereinigte Aragorn, nun als König
Elessar, das Land Gondor wieder mit dem früheren Reci hArnor und
dehnte danach das Land durch neue Veträge und Kriege weiter nach
Süden und Osten aus.
Interessant ist Gondor auch wegen der Rollen, die Denethor und seine Söhne Faramir und Boromir auf der einen und Aragorn als rechtmäßigem Erben und zunächst ungekrönten König auf der anderen Seiten - Gondor wurde sehr lange Zeit eben nur von Truchsessen regiert und hatte keinen König, so dass Denethor am allerwenigsten bereit war, seine Herrschaft abzugeben. In der Verfilmung von Peter Jackson wird dies durch die schwierige Beziehung von Boromir und Aragorn deutlich - "Gondor has no king. Gondor needs no king."
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