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"Das ist mehr nach meinem Geschmack", sagte der Zwerg gund stampfte mit den Füßen auf die Steine. "Immer geht mir das Herz auf, wenn wir in die Nähe des Gebirges kommen. Das ist ein guter Felsen hier. Dieses Land hat ein zähes Gebein. Ich spürte es in meinen Füßen, als wir vom Deich herauf kamen. Gib mir ein Jahr Zeit und hundert Mann von meiner Sippe, und ich würde daraus eine Festung machen, an der sich Heere wie Wellen brechen würden."
aus: Der Herr der Ringe, Buch 1, Kapitel 7, erschienen bei Klett-Cotta, 2002
In den ersten Tagen nach der Gründung Gondors befestigten die Dunedain das von Aglarond, den Glitzernden Grotten, wegführende Tal. Als das Land an die Eotheod abgetreten wurde, übernahmen diese auch die Befestigungen. Im Jahr 2758 des 3. Zeitalters, als Rohan von Ostlingen und Dunländern überrannt wurde, zog sich Helm Hammerhand in die Zuflucht zurück und mit vielen aus seinem Volk verbrachte er dort die Zeit der Belagerung und den Langen Winter. Die tollkühnen Taten, die Helm während dieser Zeit vollbrachte, machten in zu einem der berühmtesten Könige Rohans und ihm zu Ehren erhielt die Zuflucht seinen Namen.
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"Hier haben sie eines der Wunder der nördlichen Welt, und was sagen sie darüber?(...) Höhlen! Die Grotten von Helms Klamm! Es bringt mich zum Weinen, sie zu verlassen."
aus: Der Herr der Ringe, Buch 1, Kapitel 8
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Die Klamm
Oft wurde das ganze Areal Helms Klamm
genannt, aber im strengsten Sinn bezieht sich der Name nur auf die enge
Schlucht, durch die der
Klammbach
zwischen Aglarond und dem Hornfelsen fließt.
Die Kombination von Höhlensystem und einem gut zu verteidigendem
Tal war eine ideale Voraussetzung zur Befestigung der Klamm. Die Grotten
sind weit und schön, mit einer Kammer nach der anderen, und immer
weiter führen die gewundenen Pfade hinein in das Herz des Gebirges.
Wasser aus ihren Seen müssen nach außen gedrungen und in
den Klammbach geflossen sein, der in der Nähe des Grotteneingangs
die Engen durchschneidet.
In einiger Entfernung von den Höhlen
ist die Schlucht ein wenig breiter, und nachdem der Fluss den Fuß
des Hornfelsens umflossen hat, weitet sich das Tal noch einmal. Der
Ort, wo der Fluss die Klamm verlässt, wird Helms Tor genannt Es
wird durch die Hornburg und den Klammwall geschützt. Der Wall ist
250 Fuß lang und kann mit ca. 2000 Mann besetzt werden. In der
Nähe von Helms Deich ragen zu beiden Seiten steile Klippenin die
Höhe -zu steil für die Streikräfte Isengarts, als diese
sie bei ihrer Flucht vor dem morgendlichen Angriff zu erklimmen vermochten.
Doch weiter talabwärts wird der Ostkamm
flacher. Obwohl es heißt, Helms Klamm ziehe sich von Norden her
in die Berge hinein, verläuft das Tal offenbar ein wenig nach Osten,
denn Sarumans Truppen wurden von Gandalf im Osten, von Theoden im Westen
und von den Huorns weiter talabwärts eingeschlossen.
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Die Hornburg
Wenn auch Sarumans Sreitmacht ihr Ende
im Klammtal fand, hatte sich doch der hauptsächliche Kampf während
der Nacht auf einem größeren Kampfplatz abgespielt: an der
Hornburg und am Klammwall.
Der Wall, beginnend an der äußeren
Mauer der Hornburg, überspannt Klammbach und Schlucht, ist 20 Fuß
hoch und so breit, das vier Mann nebeneinander gehen können, und
ist von einer Brustwehr gekrönt. Er hat einen verborgenen Durchlass,
der über den Fluss führt, einen eigenen Turm, drei Treppen,
die zur Schlucht hinabführen, und eine, über die man zum äußeren
Burghof gelangt.
Die Hornburg war auf dem Gipfel des Hornfelsens
erbaut worden, einem Grat, der aus der nördlichen Flanke (von welchem
Gebrige?) vorstößt. Die Burg besteht aus zwei mächtigen
Mauern, die den äußeren Hof umschließen, dem inneren
Hof und dem Turm in der Mitte (der zuweilen Burg genannt wird). Die
Burgmauern sind ein wenig dicker und höher als der Klammwall. Der
Turm ist zwar hoch, doch kleiner als der von Minas Tirith.
Die äußere Mauer der Hornburg hat drei Eingänge: die
großen Tore; die Ausfallpforte an der Klippe, und das hintere
Tor. Die Großen Tore werden von einem steinernen Bogen gekrönt,
der auf der Rückseite einen Zugang hat.
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Die Schlacht um die Hornburg
Am 25. Feburar schickte Saruman zum ersten
Mal Streitkräfte gegen Rohan und die Männer der Westfold kämpften
in der ersten Schlacht an den Furten des Isen und hielten den Feind
auf. Doch am 2. März ließ der Zauberer seine gesamte Streitmacht
aus Isengart los und nachdem sie in der zweiten Schlacht an den Furten
die Verteidigungslinie der Rohirrim zertrümmert hatten, zogen die
Orks, Bergmenschen und Dunländer nach Süden, um die Festung
der Hornburg bei Helms Klamm anzugreifen.
Nach der ersten Schlacht an den Furten
führte Theoden, auf Gandalfs Rat hin, die Reiter von Rohan nach
Westen, um neue Angriffe abzuwehren. Mehr als tausend brachen zu den
Furten des Isen auf, schwenkten jedoch, nachdem sie von der verhängnisvollen
zweiten Schlacht an den Furten erfahren hatten, nach Helms Klamm ab.
Währenddessen bemühte sich Gandalf, die versprengten Rohirrim
zu sammeln und die Unterstützung der Ents zu gewinnen, die er bei
Isengart wusste. Zufällig waren die Ents in Isengart eingetroffen,
kurz bevor Sarumans Truppen losmarschierten, so dass Merry die Stärke
des Feindes schätzen konnte Erkenbrand hatte Helms Klamm mit rund
1000 Fußsoldaten verlassen, obgleich die meisten von ihnen entweder
zu alt oder zu jung waren, um die besten Kämpfer zu sein. Zusammen
mit den 1000 Reitern Theodens waren zwar "genug Leute da, um sowohl
die Burg als auch den Schutzwall zu bemannen", jedoch zu wenig,
um den Deich zu verteidigen.
Der Feind war ihnen mindestens fünffach
überlegen. Sie hätten vermutlich ehrenvoll, aber nicht siegreich
auf dem Schlachtfeld geendet, wäre nicht durch Gandalfs Bemühungen
Hilfe gekommen. Nach einem Gewaltritt hatte er 1000 Fußsoldaten
unter der Führung Erkenbrands gesammelt sowie eine Schar von Ents,
deren Zahl (laut Merry) in die "Hunderte und Aberhunderte"
ging.
Viele Wolfreiter waren bereits im Tal der Westfold und im Klammtal,
als Theodens Reiter ankamen. Die Rohirrim zogen zur Hornburg hinauf.
Als sich ihre Nachhut von Helms Deich zurückzog, strömten
die Angreifer hindurch.
Eomer stellte die meisten der Männer
auf dem Klammwall und seinem Turm auf, denn hier schien die Verteidigung
bedenklicher. Nach einem Hagel von Pfeilen drängten die Angreifer
nach vorn und versuchten den Wall zu erklettern. Am Tor der Hornburg
waren die größten Orks und die wilden Menschen aus den Dunland-Mooren
eingesetzt. Indem sie zwei große Sturmböcke benutzten, versuchten
sie, die hölzernen Tore zu zersplittern. Aragorn, Eomer, Gimli
und eine Handvoll Krieger verließen die Burg durch eine Ausfallpforte
und warfen den Feind vom Felsen; dann verrammelten sie das Tor von innen
mit Steinen.
Da Sarumans Krieger am Tor keinen Erfolg
hatten, krochen sie heimlich durch den überwölbten Kanal im
Klammwall, doch sie wurden erspäht und erschlagen oder in die Schlucht
getrieben, wo sie den Wächtern der verborgenen Höhlen in die
Hände fielen. Unter Gimlis Leitung verstopften die Westfold-Mannen
den Abzugsgraben, aber später, als der Kampf auf dem Wall am heißesten
entbrannte, sprengten die Orks ihn frei, gerade als es vielen anderen
Feinden gelang, den Klammwall zu erklettern.
Die ganze Verteidigung wurde davongefegt,
und die Verteidiger zogen sich in die Feste und in die Höhlen zurück.
Die Angriffe dauerten die ganze Nacht an, und der Feind konnte sich
der Hornburg von allen Seiten, außer von Norden, nähern.
Trotzdem gelang es ihm erst nach der Morgendämmerung, das Tor zur
Hornburg zu durchbrechen. Doch nicht die Orks strömten in die Hornburg,
sondern Theoden führte seine Reiter hinaus. Der Ausbruch geschah
so plötzlich und mit solcher Kraft, dass Sarumans Truppen in voller
Auflösung zurück gegen Helms Deich gejagt wurden. Jedoch nur
eine Viertelmeile hinter dem Deich stand ein Wald von Huorns, und der
Feind wurde zwischen ihnen und den Reitern zerrieben.
Plötzlich erschienen Gandalf und Erkenbrand
auf dem östlichen Kamm und die Dunländer, zwischen Angreifern
im Osten und Westen eingekesselt, ergaben sich, während die Orks
in den "Wald" von Huorns rannten, aus dem keiner lebend entkam.
Die Männer aus den Höhlen kamen zu spät- die Schlacht
war gewonnen und das Heer Sarumans vernichtet.
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Ich danke dem Mittelerde-Portal
dafür, dass sie mir den kompletten Text zur Verfügung gestellt
haben!
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Die gelben Zitate von Gimli stammen aus dem Herrn der Ringe. Bild von Helms Klamm: Greg Hildebrandt, Spiderwebart Gallery